Volkshilfe Steiermark
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"Rot-Weiß-Rot-Karte" muss Instrument für faires Miteinander sein!

27.07.2010

Volkshilfe begrüßt aus der Sicht der Herausforderung Pflegesicherung eine qualifizierte Zuwanderung.

(c) Dieter Schütz / pixelio.de

Volkshilfe Geschäftsführer Franz Ferner ist erfreut über die jüngsten Entwicklungen im Integrationsdiskurs: „Es ist wohltuend, wenn Fremde auch einmal als Gewinn und nicht immer als Bedrohung bezeichnet werden.“

Dass Österreich Zuwanderung brauche, um einerseits das Sozialsystem zu finanzieren und den Arbeitskräftebedarf in Branchen wie z.b. der Pflege abzudecken, steht für die Volkshilfe als einen der größten Anbieter von Pflegeleistungen seit langem außer Frage.

Bei der Volkshilfe Steiermark sind derzeit rund 2.500 MitarbeiterInnen angestellt. Der Schwerpunkt liegt in der Pflege Zuhause (Hauskrankenpflege) und den 24 Pflegeheimen in der Steiermark.

Der Anteil an Arbeitskräften die keine österreichische Staatsbürgerschaft besitzen beträgt derzeit nur 4,44%, das sind 113 KollegInnen. Davon kommen 38 aus Deutschland, 15 aus Slowenien, 12 aus Rumänien und 20 aus dem Raum Ex-Jugoslawien.

Das aktuelle Engagement der Landesregierung Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwestern/Pfleger verstärkt auszubilden, wird von der Volkshilfe sehr begrüßt, wird aber das aktuelle und künftige Problem in dieser Berufsgruppe nicht lösen können.

Es wird daher verstärkte Bemühungen um ausgebildete Diplomierte Fachkräfte aus EU- und anderen Ländern geben müssen. Arbeitgeber des Gesundheitswesens müssen sich dabei aber auch engagiert um Migrationsmaßnahmen kümmern.

Das Modell einer Rot-Weiß-Rot-Karte, also die gesteuerte Zuwanderung, damit hochqualifizierte MigrantInnen auch nach Österreich kommen und sich nicht nur klassische Einwanderungsländer wie Kanada, Australien oder die USA aussuchen, wurde ja bereits im Regierungsprogramm vereinbart. Ein dementsprechendes Konzept und seine Umsetzung wurden schon mehrmals versprochen. „Eine solche Rot-Weiß-Rot Karte muss auch ein Instrument für ein faires Miteinander sein“, so Ferner abschließend.